Hochwasser 2013

Die Hochwassertage vom 31.05 bis 03.06.2013 werden vielen Kameraden noch in Erinnerung bleiben.

Aufgrund der heftigen Regenfälle begann am 31.05 für die Kameraden der Feuerwehr Auma-Weidatal mit dem Verbau von Sandsäcken am Flusslauf der Auma der erste Hochwassereinsatz. Für den nächsten Tag stand die Absicherung der Thüringen Ralley für die Kameraden an. Bei dieser ereignete sich ein Rennunfall bei dem ausgelaufene Flüssigkeiten gebunden werden mussten. Durch den Rennunfall wurde dann die Wertungsprüfung abgebrochen und für uns ging es wieder nach Hause.

Der 02.06.2013 begann für die Mitglieder der Feuerwehr Auma-Weidatal schon gegen 05:30 Uhr mit einer Brandalarmierung im Pflegeheim am Lindenweg in Auma–Weidatal. Doch dies sollte nicht der einzige Einsatz an diesem Tag bleiben, denn die Hochwassersituation nahm auch in Auma–Weidatal weiter zu, gegen 16:30Uhr wurde die Hochwasserwarnstufe 2 für den Flusslauf der Auma ausgerufen. Um 17:00 Uhr trafen sich die Kameraden der Feuerwehr Auma–Weidatal zur Absprache der Lage und Einteilung der von da an notwendigen Kontrollfahrten entlang des Flusslaufes der Auma.

Der Wehrleiter wurde auf Grund der Hochwasserlage in der Stadt Greiz gefragt, ob es möglich sei, eine Besatzung für das Löschgruppenfahrzeug zu finden, die - wenn sie gebraucht werden - den Weg nach Greiz antreten würden. Für uns war es keine Frage: es fanden sich 9 Kameraden der Feuerwehr Auma-Weidatal, die sich ohne zu zögern bereit erklärten.

Zwischenzeitlich wurden in Auma–Weidatal schon die ersten Hochwassereinsätze gefahren, bei denen Sandsäcke zum Schutz von Gebäuden verbaut werden mussten. Die Kontrollfahrtenplanung musste noch überarbeitet werden, um die 9 freiwilligen Kameraden einsatzbereit zu halten.

Die Einsatzbereitschaft für die Stadt Auma–Weidatal wurde durch die verbliebenen Kameraden der Feuerwehr Auma–Weidatal mit Unterstützung der umliegenden Ortsteilwehren Krölpa, Muntscha, Gütterlitz und Staitz sichergestellt.

Als dann gegen 21:45 Uhr die Alarmierung für die 9 Kameraden erfolgte wussten wir, dass es mal wieder eine lange anstrengende Nacht wird für uns. Die Frage die wir uns stellten: „Was wird uns dort erwarten, wenn wir ankommen?“. Denn Tagsüber in der Zeit, die wir nicht in der Feuerwehr verbrachten, sah man ja schon einiges im TV zu der Hochwassersituation in Thüringen.

Gegen 22:00 Uhr traten wir 9 dann den Weg nach Greiz an. Als wir gegen 22:30 Uhr in Greiz ankamen, erwartete uns ein Blaulichtmeer, wie es nur wenige von uns vorher gesehen hatten in ihrer Zeit bei der Feuerwehr.

Nach kurzer Absprache des Gruppenführers wurden wir zu unserem Einsatzabschnitt gebracht. Dort angekommen ging es auch gleich für uns los mit dem Abladen und Verbauen von unzähligen Sandsäcken, die mit allem herangefahren wurden, was vorhanden war: Privatfahrzeuge, Abschleppfahrzeuge oder Multicar zum Beispiel, denn alles mit einer Ladefläche wurde verwendet, um die Mauer an der Weißen Elster mit Sandsäcken zu verstärken. Uns war klar, wenn diese Mauer fällt entstünde noch viel mehr Schaden. Mit vielen anderen Kameraden und freiwilligen Helfern gelang es uns nach ein paar Stunden, den Einsatzabschnitt mit den Sandsäcken zu schützen.

Danach ging es für uns zurück ins Gerätehaus der Feuerwehr Greiz. Im Gerätehaus konnten wir uns etwas stärken. Hier möchte ich mich im Namen der Feuerwehr Auma–Weidatal für die gute Verpflegung in Greiz bedanken.

Unser Gruppenführer sprach sich mit der Einsatzleitung ab. Da es für uns nichts mehr zu erledigen gab in Greiz, konnten wir uns wieder in Richtung Auma-Weidatal begeben. Auf der Fahrt nach Auma–Weidatal war es ziemlich ruhig im Fahrzeug, es freute sich jeder auf sein Bett zu Hause. Doch es sollte alles anders kommen; gegen 02:00 Uhr ertönten im Fahrzeug erneut die Funkmeldeempfänger und Handys mit einem neuen Einsatz für uns und die Kameraden, die nicht mit in Greiz waren. Für uns stand schon fest, dass es noch eine Weile dauern würde bis wir ins Bett kommen.

In Auma–Weidatal eingetroffen sprachen wir uns über Funk mit der Einsatzleitung ab und los ging es zum Sportplatz. Der Sand aus der Weitsprunggrube wurde kurzerhand umfunktioniert zum Füllsand für Sandsäcke. Der Multicar vom Bauhof in Auma brachte uns die leeren Sandsäcke diese galt es auf zu füllen. Hier wurden wir durch die Ortsteilwehren unterstützt. Nachdem wir genug Sandsäcke gefüllt hatten, ging es für uns in die Moßbacherstraße, um die Sandsäcke dort zu verbauen. Auch hier möchte ich mich im Namen der Feuerwehr Auma–Weidatal für die freundliche Verpflegung mit Essen und Trinken bei den Anwohnern bedanken. Der Einsatz endete für uns in den Morgenstunden des 03.06.2013 gegen 07:00Uhr. Nun freuten sich alle auf eine warme Dusche und das Bett.

Die Kameraden der Feuerwehr Auma –Weidatal erlebten ein Wochenende, wie es viele von uns Kameraden noch nie erlebt hatten.

OFM Sebastian Janka

 

 

 

 

Dienstag, 20. August 2019

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